Unwetter über Wittgenstein

 

 

Gefahr für die Feuerwehr.

Der für Wittgenstein angekündigte Sturm „Xyntia“ hat heute (28.02.2010) ab dem Nachmittag für viele Feuerwehreinsätze und Straßensperrungen in Wittgenstein und dem Siegerland, sowie dem benachbarten Hessen gesorgt. Als am Nachmittag die Einsätze für die Feuerwehren immer mehr wurden, wurden schnell so genannte Meldeköpfe in den Feuerwehrgerätehäusern der Kommunen eingerichtet, um die Leitstelle in Siegen zu entlasten. Die örtlichen Feuerwehren konnten so jeweils durch ihre Gemeinde- oder Stadtbrandinspektoren alarmiert werden und die Siegener Leitstelle wurde somit entlastet.

 

 

Einsatz LG Schüllar-Wemlighausen

Allein im Bereich Bad Berleburg waren bis zum Abend 26 Einsätze von rund 16 Feuerwehreinheiten zu verzeichnen. Allerdings war der starke Sturm für die eingesetzten Kräfte nicht ungefährlich, da immer weitere Bäume umzustürzen drohten. Deshalb hatten die Feuerwehrleute schnell entschieden, mit dem Wegschneiden der Bäume zu warten und die Straßen nur noch zu sperren, um sich nicht selbst in Gefahr zu begeben. Mit dem Aufräumen soll begonnen werden, wenn sich das Wetter im Laufe des morgigen Tages beruhigt hat.

 

 

Einsatz auf der B480 bei Schüllar.

Die Feuerwehren mussten direkt zu Beginn einige Strecken sperren. So wurde die B 480 zwischen Schüllar und Dödesberg gesperrt, weil dort immer noch Bäume umfielen. Zwischen den umgestürzten Bäumen waren noch Autofahrer eingeschlossen. Auch auf der Eisenstraße zwischen Lützel und Lahnhof waren Autofahrer zwischen den Bäumen eingeschlossen. Auf der L718 zwischen Bracht und Bad Laasphe war auch eine Streifenwagenbesatzung unter den eingeschlossenen Pkw-Fahrern. In Erndtebrück und Bad Laasphe wurden ebenfalls Meldeköpfe eingerichtet und viele Einsätze abgearbeitet

 

 

Umleitung in Schüllar am Stein

So mussten vielerorts auch dort Straßen gesperrt werden. Bis zum Abend vermehrten sich die Sperrungen in Wittgenstein immer mehr, sodass man fast komplett abgeschnitten war.

 

 

Der Meldekopf bei der Feuerwehr Bad Berleburg.

(Jens Harth, Stefan Scholz, Phillip Kloos v.l.)

So wurden die Straßen Richtung Girkhausen und Winterberg, zwischen Sassenhausen und Bad Laasphe, zwischen Laibach und Diedenshausen, zwischen Beddelhausen und Hatzfeld, zwischen Aue und Röspe, zwischen Röspe und dem Rhein-weser-Turm, zwischen Berghausen und Birkefehl, die B 480 zwischen Weidenhausen und Leimstruth, in Bad Laasphe die Straße „Am Lehrberg“ und die Straße von Bad Berleburg Richtung Kühhude gesperrt

 

 

Mit dem Unimog wurden Bäume zwischen Raumland und Dotzlar von der Straße gezogen.

Besonders dramatisch war die Situation dabei in Girkhausen, wo rund 35 Gäste festsaßen, die zum Teil dringend Medikamente benötigten. Die Menschen wurden zunächst im Feuerwehrhaus untergebracht und dann auf noch freie Betten im Ort verteilt. Vierzig Menschen, die auf der Eisenstraße eingeschlossen waren, mussten im Forsthaus Hohenroth übernachten. Auch im CVJM-Heim in Wemlighausen wurde eine Notunterkunft mit 100 Betten bereitgestellt.

 

 

Einsatz in Raumland.

Glücklicherweise kam es zu keinen Personenschäden. Die Feuerwehr konzentrierte sich darauf, die Rettungswege in einzelne Ortschaften frei zu halten. Sie hat dabei aus den Erfahrungen mit „Kyrill“ in 2007 gelernt. Die Besatzung des Bad Berleburger Krankentransportwagens musste ihre Schicht in der Rettungswache verlängern, da Bad Berleburg von der Außenwelt abgeschnitten ist. 

 

 

Straßensperrung auf der B 480 Richtung Leimstruth.

 

 

 

Ofenbrand in Rückershausen

Zu einem Brand eines Ofens, der auf die Holzvertäfelung in einem Wohnhaus in Rückershausen übergegriffen hatte, wurde am späten Freitagabend gegen 23.00 Uhr die Feuerwehr in die Eichwaldstraße alarmiert. Zunächst, so die Feuerwehr vor Ort, sei nur die Löschgruppe Feudingen zu einem kleinen Ofenbrand alarmiert worden. „Die haben den Ernst der Lage sofort erkannt und dann Verstärkung angefordert“, berichtete Dirk Höbener, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Bad Laasphe dann vor Ort. Unter schwerem Atemschutz gingen die Kameraden ins Gebäude vor und bekämpften unter anderem auch von der Drehleiter aus das Feuer. Im Wohnhaus selber untersuchten die Feuerwehrleute mit einer Wärmebildkamera die Wände nach versteckten Glutnestern. Bis spät in die Nacht dauerten die Löscharbeiten der Feuerwehr an, das Wohnhaus konnte gerettet werden. Allerdings entstand beträchtlicher Schaden, weil die Holzvertäfelung und die Dachhaut teilweise eingerissen werden mussten. Die Hausbewohner und auch die eingesetzten Feuerwehrleute blieben glücklicherweise unverletzt. Zwei Rettungswagen vom DRK-Rettungsdienst und dem Malteser Ortsverein waren vorsorglich mit alarmiert worden.

 

 

 

Pkw-Brand auf der Poststraße

Einen Pkw-Brand hatten die Kameraden des Löschzuges 1 der Freiwilligen Feuerwehr Bad Berleburg heute Nachmittag gegen 15 Uhr (17.02.2010) schnell gelöscht. Auf der Poststraße, gegenüber der Sparkasse hatte ein in einer Parklücke abgestellter Lada plötzlich im Motorraum zu brennen begonnen. Ein Passant hatte bereits mit einem Feuerlöscher eingegriffen und die Flammen so bis zum Eintreffen der Feuerwehr schon fast gelöscht. Unter schwerem Atemschutz machte die Mannschaft des Löschgruppenfahrzeugs den Brand schließlich komplett aus. Kurios: Während der Löscharbeiten war das Auto plötzlich angesprungen und mit eingeschaltetem Licht einige Hüpfer nach vorne gehüpft. Nach dem Brand war der Wagen dann aber nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Die Poststraße wurde im Bereich der Einsatzstelle zeitweilig gesperrt.

Ein besonderer Dank gilt den eingesetzten Feuerwehrleuten und Volker Busch.  

 

 

 

Zigarettenasche im Mülleimer

Ein achtlos entleerter Aschenbecher hätte am Montag, den 01. Februar 2010 in Bad Laasphe durchaus schlimmere Folgen haben können. Eine Mitarbeiterin einer Sozialeinrichtung wollte in Bad Laasphe die Wohnung eines unter Betreuung stehenden Mannes ansehen. Dieser war zu dem Zeitpunkt (ca. 08.15 Uhr) bereits zur Arbeit gegangen. Dabei bemerkte die Betreuerin neben einer starken Rauchentwicklung auch Brandgeruch in der Wohnung eines Mehrfamilienwohnhauses in der Königstraße. Die sofort alarmierte Feuerwehr, die mit 32 Kameraden ausrückte, musste die Tür zur Wohnung aufbrechen. In der Küche war es zum Brand eines Plastikmülleimers gekommen. Die Wehrleute, die unter schwerem Atemschutz vorgegangen waren, steckten den Mülleimer kurzer Hand in einen Schneehaufen. Nachdem die Wohnung anschließend gelüftet worden war, konnte der Einsatz schnell beendet werden. Die Ursache für den Brand lag wohl in heißer Zigarettenasche, die der Wohnungsinhaber vor seinem Gang zur Arbeit in den Mülleimer gefüllt hatte. Es entstand glücklicherweise kein nennenswerter Sachschaden und selbst der Mülleimer kann für den Notfall noch einmal genutzt werden. Der Rettungswagen der DRK-Rettungswache Bad Laasphe war nur vorsorglich mitalarmiert worden und konnte ebenfalls schnell wieder abrücken. Das an der Einsatzstelle gefrorene Löschwasser musste mit Salz abgestreut werden.

 

 

 

Kellerbrand in Richstein

Erneut musste die Feuerwehr am Abend (05.01.2010) zu einem Brandeinsatz ausrücken. In der Bergstraße in Richstein war es zu einem Kellerbrand gekommen. Bereits am Nachmittag hatte es im selben Haus einen Kaminbrand gegeben. Der wurde durch die Feuerwehrleute komplett beseitigt und der Kamin durch den Schornsteinfeger gefegt und frei gegeben. Die Frage, ob es im Haus noch Anschlüsse für Holzöfen gibt, wurde nach Angaben vom Leiter der Feuerwehr, Reiner Schilling, durch die Hausbewohner mehrfach verneint. Offenbar wussten die Hausbewohner nicht, dass sich im Keller hinter einer Holzvertäfelung noch ein nicht genutzter Anschluss für einen Holzofen befand. Durch die enorme Hitzeentwicklung fing die Holzvertäfelung so Feuer und begann zu kokeln. Nur dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass das Feuer nicht auf den Rest des Hauses übergriff. Hierbei wurde laut Aussage des stellvertretenden Kreisbrandinspektors, Erich Feige, noch einmal deutlich, wie wichtig die Feuerwehren in den einzelnen Ortschaften sind. „Wenn es hier lange Anfahrtswege gegeben hätte, dann hätte das anders ausgesehen". Zwar wurde der Keller durch das Feuer komplett zerstört und auch das Treppenhaus durch Ruß in Mitleidenschaft gezogen, das Haus jedoch konnte vor größerem Schaden bewahrt werden. Nachdem die Kameraden der Feuerwehr den Brand schnell gelöscht hatten, wurde das Haus mit einem Hochleistungslüfter vom dichten Qualm befreit. Drei Hausbewohner wurden durch den DRK-Rettungsdienst mit Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht. Die genaue Höhe des Sachschadens ist noch nicht bekannt.

 

 

 

Scheune bremnnt in Arfeld "Heide"

Zu einem Großbrand wurde heute Nachmittag (05.01.2010) um kurz nach 15 Uhr die Feuerwehr alarmiert. Bis in die Nacht waren die Kameraden in Arfeld im Einsatz, um brennendes Stroh in einer Scheune zu löschen. Während dieses Einsatzes mussten einige Feuerwehrleute außerdem noch zu einem Kaminbrand nach Richstein in die Bergstraße ausrücken.
Die Rauchwolke war am Nachmittag schon von der Höhe über Meckhausen zu sehen. Nach Angaben der Polizei war der Brand aus bislang noch unklarer Ursache im Strohlager ausgebrochen. Das Gebäude, das in der Gemarkung „Heide" steht und neben der Funktion als Futterlager auch als Tierunterstand genutzt wurde, war stark verraucht. Bereits in den ersten Minuten hatte der Landwirt seine Tiere ins Freie getrieben und so ihr Leben gerettet. Als die ersten Feuerwehrleute in Arfeld eintrafen, begannen sie sofort unter schwerem Atemschutz mit den Löscharbeiten. Andere bereiteten eine Wasserversorgung für die Einsatzstelle aus einem nahe gelegenen Bach vor.
Da das Feuer in den trockenen Strohballen reichlich Nahrung fand, wurde das Einsatzstichwort schnell erhöht, um weitere Verstärkung vor Ort zu haben. Im weiteren Verlauf wurde das brennende Stroh zuerst mit einem Traktor mittels Frontlader und nachher mit einem Radlader auf eine nahe gelegene Wiese ins Freie gefahren, wo es besser abgelöscht werden konnte. Damit das auf dem Boden gefrierende Löschwasser die Einsatzstelle nicht in eine große Eisfläche verwandelte, streute die Feuerwehr großzügig Streusalz aus. Der Rettungswagen des DRK musste zum Glück nicht zum Einsatz kommen, und war nur vorsorglich alarmiert worden.

Als der Einsatz sich noch in die Dunkelheit hineinzog, wurde der THW Ortsverband Bad Berleburg zur Unterstützung bei der Beleuchtung angefordert. Die Kühe und Kälber, die zuvor aus dem brennenden Stall gerettet wurden, wurden anschließend von benachbarten Landwirten in eine angrenzende Scheune gebracht, die sie zuvor mit Stroh vorbereitet hatten.

Die Polizei beziffert den entstandenen Schaden mit rund 50.000 Euro. Die Brandursache ist noch unklar.

 

Ein besonderer Dank richtet sich wieder an alle Einsatzkräfte für die tolle Zusammenarbeit und das freundliche Miteinander vor Ort!