Volle Keller nach Starkregen

Der plötzlich einsetzende starke Regen hat am gestern Abend (05.06.2011) gegen 20.00 Uhr in Bad Berleburg für mehrere Feuerwehreinsätze gesorgt. Nahezu parallel wurden die Kameraden des Zuges 1 zu einem vollgelaufenen Keller in die Hochstraße und einer überschwemmten Straße im Bereich Stöppelsweg gerufen. Dort konnten die Wehrleute schnell Entwarnung geben: Der Keller war abgepumpt worden und den Rest, den die Pupmen nicht mehr schafften, weil der Wasserstand zu niedrig war, mussten die Hausbewohner mit Schrubbern in einen Abfluss fegen. Der Stöppelsweg war beim Eintreffen der Kameraden bereits nicht mehr überspült. Dort waren Gullydeckel vom Wasser hoch gedrückt worden, die dann durch die Feuerwehr wieder eingesetzt wurden. Einen etwas länger dauernden Einsatz gab es gleich darauf in der Schulstraße: Dort war Wasser in die Kellerräume eines Wohn- und Geschäftshauses gelaufen und eine Fäkalienpumpe ausgefallen. Hier mussten die Feuerwehrleute mehrere Kellerräume mit Pumpen vom übel riechenden Wasser befreien. Zum Schutz vor weiterem Hochwasser in den tief gelegenen Räumen stellten Anwohner und Mieter gemeinsam mit der Feuerwehr Hochwasserschutzwände vor den Türen auf. Nach gut einer Stunde war der Einsatz für die Feuerwehr dort beendet. 

 

 

 

Flächenbrand durch Feuerwerkskörper

Vermutlich, weil Kinder mit Feuerwerkskörpern gespielt haben, ist es heute Nachmittag in Bad Laasphe zu einem Böschungsbrand von etwa 150 Quadratmetern oberhalb des Friedhofs gekommen. Um 16.09 Uhr ist die Feuerwehr von Passanten alarmiert worden, die den kokelnden Boden bemerkt haben. Der Zug 1 aus der Kernstadt und der Löschzug Banfetal waren mit insgesamt 53 Einsatzkräften vor Ort und hatten das Feuer schnell gelöscht. Um eine Wiederentzündung zu vermeiden, wurde der Waldboden gut gewässert. Um besser an die Glutnester heranzukommen, mussten die Kameraden einen Maschenzaun entfernen. Nach etwa einer dreiviertel Stunde war der Einsatz beendet.

 

 

 

Feuerwehreinsatz nach Q-Fieber Fall

Besonderer Einsatz für die Feuerwehr in Bromskirchen. Nach Bekannt werden einer Q-Fieber- Durchseuchung von mehreren Schafherden im Raum Bromskirchen und Somplar mussten die rund 700 Tiere zunächst unter Quarantäne gehalten werden. Heute begann die Entsorgung des Schafmistes in Bromskirchen. Dazu wurde eine rund ein Quadratkilometer große Sperrzone eingerichtet und der Mist mit Kalk vermischt. So wird eine bestimmte Temperatur erreicht, die die Erreger im Mist abtöten soll. Feuerwehrleute unter Vollschutz mussten die Temperatur ständig überwachen. Zum einen, dass der Haufen nicht zu warm wird und zu brennen beginnt, zum anderen dass er nicht abkühlt und so ein Abtöten der Erreger verhindert wird. Bei Bedarf musste der Misthaufen mit Löschwasser gekühlt werden. Damit die eingesetzten Feuerwehrleute die Erreger nicht in Umlauf bringen konnten, wurden sie nach ihrem Einsatz am Thermometer und dem Wasserschlauch in einer Dekontaminationsschleuse gereinigt. Dazu wurde zuerst der Vollschutzanzug abgewaschen und anschließend wurden die Feuerwehrleute in einem Zelt ausgezogen, wo die Kleidung dann in entsprechende Behälter entsorgt werden konnte. In einem zweiten Teil des Zeltes konnten sich die Einsatzkräfte neue Kleidung anziehen und anschließend noch einmal Arme und Hände, die während dem Einsatz luftdicht geschützt waren, gründlich reinigen und desinfizieren. Etwas ins Stocken geriet die Aktion, da der bestellte Brennkalk nicht rechtzeitig an der Einsatzstelle sein konnte. Die Feuerwehrleute müssen die um den betroffenen Hof errichtete Sperrzone so wohl noch längere Zeit aufrechterhalten.

 

 

 

Brandstiftung in Beddelhausen - Feuerwehr angeganen

Lautes Gegröle, aufgebrachte Stimmung, eine Brandstiftung und ein unfreundlicher Empfang der alarmierten Feuerwehr: Eine schöne Feier in den ersten Mai war das in Beddelhausen nicht. Ein Autofahrer, der gegen 22.35 Uhr von Schwarzenau in Richtung Beddelhausen fuhr, hatte in Richtung Beddelhausen einen großen Feuerschein am Waldrand wahrgenommen und die Feuerwehr alarmiert. Nur wenige Minuten nach dem Alarm waren die Kameraden der Löschgruppe Schwarzenau vor Ort. Von den Gästen einer Feierlichkeit in einer Scheune wurden die Feuerwehrleute nicht gut empfangen: „Die Feuerwehrleute sind hier sehr, sehr unfreundlich empfangen worden“, gaben mehrere Bürger gegenüber der Polizei an. Nicht nur einen unfreundlichen Empfang hatten die aufgebrachten Gäste der Feuerwehr beschert, am Anfang des Einsatzes hatten einige, deutlich unter Alkoholeinfluss stehende Passanten, die Feuerwehr auch dabei gestört, die erforderlichen Löscharbeiten durchzuführen. (Bild)
Auch der Beddelhäuser Ortsvorsteher, der ebenfalls mitfeierte, hielt den Feuerwehreinsatz für unnötig: „Diese Maßnahme ist übertrieben und die Presse brauchen wir hier auch nicht“, so der Empfang vor Ort. Dabei schlugen die Flammen Meterhoch und waren bereits von Schwarzenau aus zu sehen. In Brand geraten war – infolge von Brandstiftung – das am letzten Samstag nicht abgebrannte Osterfeuer der Burschenschaft Beddelhausen. Die Feuerwehr schaffte es doch trotz anfänglichem Widerstand schnell, das Feuer zu löschen und ein Übergreifen der Flammen auf den angrenzenden Wald zu verhindern. Die Trockenheit am vergangenen Samstag habe die Beddelhäuser Burschenschaft dazu veranlasst, das Feuer zum Osterwochenende nicht abzubrennen. Dies, so hieß es vor Ort, habe man zu einem späteren Zeitpunkt nachholen wollen. Nun ist das Osterfeuer außerplanmäßig angesteckt worden. Von wem, das war noch nicht bekannt. Die Art und Weise der Passanten vor Ort jedoch, insbesondere gegenüber den Einsatzkräften der Feuerwehr, die hier nur ihrer Pflicht nachgekommen sind und wohl Schlimmeres verhindert haben, war schlicht weg traurig, um nicht zu sagen unverschämt. Die Polizei hat eine Strafanzeige gegen „Unbekannt“ gestellt und die Ermittlungen aufgenommen.