"Geil, einfach nur geil"

„Geil. Einfach nur geil. Ich weiß gar nicht, was ich sonst sagen soll“, ein sichtlich erfreuter Löschgruppenführer Marwin Schneider sitzt im Schatten der Hüpfburg und sieht dem Treiben auf dem Arfelder Sportplatz zu.
Die Arfelder Löschgruppe hat am Wochenende ihren 125. Geburtstag gefeiert und dabei ein riesiges Festwochenende veranstaltet. Selten verlaufen Feierlichkeiten aus dem Auge des Besuchers „reibungslos“ und irgendwo findet man fast immer Verbesserungsvorschläge. Das Fest, was Marwin Schneider und seine Arfelder Kameraden auf die Beine gestellt haben, kann jedoch ohne weiteres als „exzellent“ bezeichnet werden. Es war an alles gedacht, nichts war dem Zufall überlassen, Jahre vorher hatten die Arfelder Feuerwehrleute ihren Geburtstag bis ins Detail geplant. Die Umsetzung am Wochenende ist mit den vereinten Kräften aller Kameraden mehr als nur geglückt.
Das ging los am Freitagnachmittag, als die Kameraden zu Beginn der Feierlichkeiten all den Menschen gedachten, die heute nicht mehr leben. Den Menschen, die ihr Leben für andere gelassen haben, im Einsatz, oder im Krieg. Den Kameraden, die vom Einsatz nicht mehr Heim gekommen sind, aber auch den Menschen, denen Feuerwehr und Rettungsdienst in ihrem Einsatz nicht mehr helfen konnten. Dazu legten die Feuerwehrleute am Ehrenmal oberhalb der Arfelder Kirche einen Kranz nieder. Danach besuchten die Feuerwehrleute auf dem Friedhof ihren Kameraden Thomas Mengel, um ihm einen Blumenstrauß auf seinem Grab niederzulegen.
Am Freitagabend ab 19 Uhr standen die Türen des Festzeltes am Arfelder Sportplatz offen, hier hatten die Kameraden zum Festkommers geladen. Das Zelt hatten sie übrigens im Vorfeld in Eigenleistung aufgebaut und liebevoll hergerichtet. Ein Sektempfang, Häppchen, Tischdekorationen und nette Begrüßungen für alle Gäste auf dem Arfelder Sportplatz – die Kameraden hatten an alles gedacht. Das Zelt füllte sich schnell und um 19 Uhr konnte der Festkommers eröffnet werden. Befürchtungen, nach denen ein solcher Kommers langatmig und trocken verlaufen könnte, waren in Arfeld völlig unbegründet. Die Löschgruppe hatte sich hier etwas ganz besonderes Einfallen lassen: Eine mediale Darstellung eines Kommers, in lockerer Atmosphäre, mit Interviews und Talkrunden – ganz anders, als sonst. Dafür hatte Marwin Schneider den Arfelder Kai-Uwe Jochims um Unterstützung gebeten. Die Eröffnung des Festkommers erfolgte somit mit einem Film, über die Arfelder Feuerwehr, der die Aufgaben und Leistungen der Löschgruppe Arfeld nicht nur in Bezug auf das Fest, sondern auch im harten Einsatzalltag eindrucksvoll unter Beweis stellte. Der Absturz eines Kampfjets, der Großbrand der BSW, zwei verheerende Bauernhofbrände in Sassenhausen, zahlreiche Brandeinsätze und Technische Hilfeleistungen prägten die Zeit der Arfelder – und das alles wurde im Film deutlich.
Durch seine Beziehungen zu einem namhaften Autohersteller in Ingolstadt konnte Jochims für das Festwochenende ein Feuerwehrauto organisieren – ein feuerrotes Spielmobil. Dieses Auto spielte bereits im Vorfeld eine große Rolle: Die geladenen Ehrengäste richteten ihr Grußwort nämlich per Videobotschaft auf die großen im Festzelt aufgebauten Leinwände. Dafür wurden alle Redner im Vorfeld von Kai-Uwe Jochims besucht und interviewt. Immer dabei: Das feuerrote Spielmobil.
Am Festabend wurden die Ehrengäste dann auf der Bühne in lockerer Runde noch einige Dinge gefragt, zum Beispiel nach ihrer Motivation, in Feuerwehr, Rettungsdienst, oder Polizei tätig zu sein. Untermalt wurden diese Interviews von musikalischen Darbietungen des Tambourkorps „Wittgenstein Dotzlar“ und des Musikzuges Battenberg. Außerdem wurden – ebenfalls in Form von Interviews interessante geschichtliche Einblicke gegeben – in die Gründung der Feuerwehr, die Laufbahn der Löschgruppenführer, die Erfahrungen mit dem Opel Blitz, die internationalen Wettkampfgruppen und vieles mehr. Dazwischen: Tanzdarbietungen der Arfelder Tanzgruppe, Gesangsdarbietungen des MGV Arfeld, Musikstücke auf der großen Bühne.
Dann am Abend, gegen 23 Uhr sicherlich der Höhepunkt des Jubiläums: Auf dem Arfelder Sportplatz erfolgte bei herrlicher Kulisse ein beeindruckender Großer Zapfenstreich, der von Klaus Achenbach kommandiert und federführend durchgeführt wurde. Spätestens jetzt – wenn nicht schon vorher beim Eröffnungsvideo, den Grußworten, oder den Interviews zog jedem der vielen Besucher eine Gänsehaut über den Rücken. Es war still oben auf dem Berg bei Arfeld, lediglich das Knistern der Fackeln und das leichte Wehen der Fahnen im lauen Abendwind war zu hören. Und natürlich die Kommandos von Klaus Achenbach, die er mit allen Beteiligten im Vorfeld für diesen großen Moment mehrmals einstudiert hatte. Die Durchführung des Großen Zapfenstreiches war Zweifels ohne der Höhepunkt des Geburtstages. Mit dem Spiel der Deutschen Nationalhymne erklangen auch die Stimmen der Besucher, die mitsangen. Mit Gänsehaut – gar keine Frage. Schließlich marschierte die Formation, bestehend aus vielen Fackelträgern, dem Tambourkorps „Wittgenstein Dotzlar“ und dem „Musikzug Battenberg“ vom Sportplatz ab. Alles war gelungen, alles hat geklappt. Exzellent eben.
 „Da muss der Einsatz stimmen. Jeder Einsatz muss stimmen, das ist nicht einfach. Das ist für uns etwas ganz Besonderes und nicht mal eben so gespielt“, hatte sich im Vorfeld einer der Musiker des Tambourkorps Sorgen gemacht. Ohne Grund: Die Einsätze stimmten – jeder Einsatz.
Ebenso perfekt, wie der Freitag geendet hatte, ging der Samstag weiter. Um 17 Uhr war Antreten. Antreten zum großen Festzug. Treffpunkt war der große Platz vor dem Feuerwehrhaus, wo die vielen Festzugteilnehmer bei glühenden Sommertemperaturen kühle Getränke im Rondell genießen konnten, die von „The Rocks“ serviert wurden. Der Heimatverein Arfeld, der MGV, die Burschenschaft, der Turnverein, FSG Arfeld, der Musikzug Battenberg, das Tambourkorps Wittgenstein Dotzlar, die Sauerlandmusikanten, der Musikzug Battenberg, der Musikzug Müsen, der Rassegeflügelzuchtverein, viele Wittgensteiner Feuerwehren, Kameraden aus Hessen, die Polizei und das Deutsche Rote Kreuz: Sie alle waren der Einladung der Arfelder Feuerwehr gefolgt um ihre Verbundenheit zu der sympathischen Löschgruppe einmal mehr deutlich zu zeigen. Pünktlich ging der große Festzug los, angeführt übrigens vom feuerroten Spielmobil. Stolz waren sie die Geburtstagskinder. Die vielen Dorfbewohner am Straßenrand, die vielen Besucher von außerhalb, die Fotografen und alle die sonst noch da waren, waren eigens dafür an die Straße gekommen, um ihrer Feuerwehr, ihren Helden, den Aktiven, den Ehemaligen, den Wettkampfgruppen und der Jugendfeuerwehr zum Geburtstag zu gratulieren. Dafür hatten sich die Arfelder mächtig ins Zeug gelegt, das Dorf war mit Fahnen geschmückt, die Ederbrücke erschien zum Geburtstag in festlichem Gewand und eine Girlande zeigte den Weg zum Sportplatz. Natürlich war auch der Opel Blitz im Festzug mit dabei, gefahren von Harald König, der sich schon seit Jahren liebevoll mit um das Fahrzeug kümmert, das übrigens schon im ZDF-Fernsehgarten aufgetreten ist.
Nach dem Einmarschieren auf dem Sportplatz spielten die Festzugkapellen im Zelt auf, bevor die ungarische Band „Donau-Power“ dann übernahm und bis zum frühen Morgen für Feierlaune sorgte.
Sonntagmorgen, sieben Uhr. Was war eigentlich mit den Arfelder Feuerwehrleuten los? Die standen wieder parat, hatten die Nacht durchgemacht – Nachtwache gehalten. Jetzt fehlten einigen schon ein wenig die Stimmen, die Motivation jedoch nicht. Das Zelt wurde hergerichtet, der Sportplatz vorbereitet und allerhand organisiert. Am Sonntag war Familientag. Mit all ihren Freunden präsentierte sich die Löschgruppe bei bestem – fast zu heißem Wetter – der Bevölkerung. Das THW, die Rettungswache, das DRK aus Bad Laasphe, die Modellbaugruppe aus Marburg-Moischt, die Puppenbühne der Kreuztaler Feuerwehr, die Arfelder Jugendfeuerwehr, die internationalen Wettkampfgruppen, die Bad Laaspher Feuerwehr, Feuerwehren aus Hessen und die Gruppe „Donau-Power“ waren einmal mehr erschienen, um ihren Arfelder Freunden beim Familientag Gesellschaft zu leisten. Mit interessanten Vorführungen, einem Einblick in die hochmodernen DRK-Rettungsfahrzeuge, der Präsentation des THW OV Bad Berleburg, einem Einblick in die Technik vieler Fahrzeuge der Feuerwehr und einer Einsatzfotoausstellung unterstützten sie den Familientag der Arfelder Wehr.
Auch für die Kinder war bestens gesorgt: Kinderschminken, Wasserspiele, eine Jugendfeuerwehrübung, eine Hüpfburg, das Kreuztaler Puppentheater und das Grillen von Marshmellows rundeten das Programm für die Kinder schließlich ab.

Ein Geburtstag, der sich sehen lassen kann. Dabei sind die Arfelder Kameraden einmal mehr an ihre Grenzen gegangen. Die Müdigkeit und die Erschöpfung waren ihnen im Gesicht anzusehen und man konnte es an den Stimmen hören. Gesagt hat das aber keiner. Die Begeisterung über das Fest, die Freude über die vielen Besucher, die Eindrücke, das Lob und die Unterstützung vieler Helfer, das gute Wetter und die großartige Resonanz – das war es, was zu hören war. Das alles war gelungen, weil sich bei der Feuerwehr einer auf den anderen verlassen kann. Auch blind. Gemeinsam im Team ist man stark – nicht nur im Einsatz.

 

 

Hoher Schaden bei Küchenbrand

Dem umsichtigen Handeln einer Hausbewohnerin und dem schnellen Einsatz der Feuerwehren ist es zu verdanken, dass bei einem Küchenbrand am frühen Morgen nicht noch mehr Schaden entstanden ist.
Gegen kurz nach sieben Uhr hatte eine 55-jährige Hausbewohnerin in Meckhausen plötzlich Brandrauch in ihrer Wohnung bemerkt. Zu diesem Zeitpunkt schliefen andere Hausbewohner noch, die dann von der Frau geweckt wurden. Sie war es auch, die den Notruf absetzte.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte, dem DRK-Rettungsdienst aus Bad Berleburg, sowie den Kameraden der Löschgruppe Dotzlar, qualmte es bereits stark aus dem Haus. Die ersteintreffenden Rettungsassistenten der Wache Bad Berleburg vergewisserten sich, dass keine Leute mehr im Haus waren und geleiteten die schockierte Hausbewohnerin sogleich in ein sicheres Haus in der Nachbarschaft.
Die Dotzlarer Kameraden bauten unterdessen eine Wasserversorgung auf, während die zwischenzeitlich aus Arfeld eingetroffenen Feuerwehrleute unter schwerem Atemschutz bereits mit dem Löschangriff in der Einliegerwohnung im Erdgeschoss begannen.
In diesem Moment trafen weitere Feuerwehren aus Bad Berleburg, Sassenhausen, Richstein und Schwarzenau, sowie der DRK Ortsverein Bad Berleburg und die Polizei an der Einsatzstelle ein.
Nachdem der Brand in der Küche von außen recht schnell unter Kontrolle war, konnten die Kameraden unter schwerem auch mit dem Innenangriff beginnen. Anschließend wurde das Haus mit Hochleistungslüftern freigeblasen und abschließend mit der Wärmebildkamera untersucht. Gegen 08.45 Uhr war der Einsatz beendet.
Die Kriminalpolizei hat ermittelt, dass das Feuer im Bereich der Dunstabzughaube in der Küche entstanden ist – wegen eines technischen Defekts an der Dreifachsteckdose. Den entstandenen Schaden bezifferte die Polizei mit rund 100.000 Euro. Der Rauch sei durch das gesamte Haus gezogen, das derzeit nicht mehr betreten werden dürfe, erklärte die Kripo auf Anfrage weiter.

Ein besonderer Dank geht einmal mehr an meine treuen Informanten.

 

 

Flächenbrand am Hermannsteg

Dicke Rauchschwaden am Mittwochabend über dem Hermannsteg von Rüppershausen in Richtung Feudingen. Auf einer abgeernteten Wiese war ein großer, etwa fünf Mal fünf Meter großer Grashaufen in Brand geraten.
Die Kameraden der Löschgruppe Feudingen wurden zunächst gegen 21.00 Uhr zum Hermannsteg alarmiert. Aufgrund der Größe des Brandes und des vor Ort benötigten Löschwassers wurde die Löschgruppe Rüppershausen sofort nach dem Eintreffen der ersten Kräfte nachalarmiert.
Aus einem angrenzenden Teich und dem parallel zur Brandstelle fließenden Bach wurde Löschwasser an die Einsatzstelle gepumpt und der brennende Haufen mit mehreren C-Rohren abgelöscht. Um auch an alle Glutnester herankommen zu können, musste der Heuhaufen durch die Kameraden auseinander gezogen werden. Schließlich wurde er mit Schaum vernetzt und abgelöscht. Dabei zogen während der gesamten Löscharbeiten starke Rauchschwaden durch das Tal. Gegen 22.45 Uhr war der Einsatz für die Kameraden beendet. Ob der Heuhaufen durch Selbstentzündung, oder durch Brandstiftung in Brand geraten war, blieb zunächst unklar.

Ein besonderer Dank gilt meinem treuen Informanten Timo Wolzenburg und weiteren, auf Wunsch nicht genannten Anrufern. 

 

 

 

Kaminbrand schnell unter Kontrolle

Die Kameraden des Löschzuges Aue-Wingeshausen und die Besatzung der Bad Berleburger Drehleiter hatten einen Kaminbrand am frühen Abend (14.07.2012) schnell unter Kontrolle.
Zunächst hatte man befürchtet, der Dachboden habe durch den heißen Kamin Feuer gefangen, dies bestätigte sich aber zum Glück nicht.
Gegen 17.30 Uhr wurden die Wingeshäuser Kameraden und die Bad Berleburger Drehleiter nach Wingeshausen „In den Wiesen“ alarmiert. Dort quoll beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte dichter Rauch aus einem Wohnhaus.
„Erst war befürchtet worden, dass auch der Holzboden des Dachbodens durch die Hitze Feuer gefangen hatte. Deshalb mussten wir zunächst die Bretter aufsägen, um das zu kontrollieren“, erklärte Einsatzleiter Heino Taube vor Ort. Man habe aber dann zum Glück schnell festgestellt, dass dieser Qualm aus dem Fußboden auch vom Kamin ausging und das Feuer nicht übergegriffen habe.
Der Kamin wurde anschließend zunächst von innen und dann von außen über die Drehleiter frei gefegt. Nach kurzer Zeit konnten Feuerwehr und Polizei ihren Einsatz beenden. Nennenswerter Schaden ist Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr nicht entstanden.

 

 

 

Brandalarm war schnell erledigt

Schnell erledigt hatte ich am Morgen der Alarm für die Bad Berleburger Feuerwehr. Gegen 09.30 Uhr waren die Kameraden alarmiert worden, weil ein Stromverteilerhaus „Am Spielacker“ brennen sollte. Kurze Zeit nach dem Alarm trafen ein Löschfahrzeug und ein Streifenwagen der Bad Berleburger Polizei ein. Die Kameraden konnten jedoch schnell Entwarnung geben: Der Spaziergänger, der den vermeintlichen Brand gemeldet hatte, hatte Rauch aufsteigen sehen, und sich Sorgen gemacht. Tatsächlich war auch beim Eintreffen der Feuerwehr noch Rauch zu sehen, der kam allerdings aus dem Schornstein des Notstromhauses, das zur Rothaarklinik gehört.
Die schwere Dieselmaschine war nach Monaten wieder in Betrieb genommen worden und da hatte es erst einmal mächtig gequalmt. Dem besorgten Melder ist allerdings kein Vorwurf zu machen: Einige Feuerwehrleute erinnerten sich noch daran, dass es bereits vor ein paar Jahren an diesem Stromhaus schon einmal zu einem noch größeren Einsatz gekommen war, weil dichter Rauch von der Dieselmaschine aufstieg. Damals hatten Passanten sogar mit einem Feuerlöscher eingegriffen.
Nach kurzer Zeit und einem Blick ins Innere des Stromhauses konnten Feuerwehr und Polizei wieder einrücken.